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Zeitungsartikel
zum Konzert am 5.2.2011 in Bad Kissingen
Im Zeichen der Banane
Das
Banana Jazz Trio traf in Bismarck‘s Basement auf Bernhard
Schäfer
Sie hat erst wieder begonnen, die Reihe „Jazz in Bismarck‘s
Basement“ und es kam ein besonders gutes und aufmerksames Publikum:
interessiert, begeisterungsfähig, humorvoll und immer dicht am Geschehen
auf der Bühne.
Dort war mit dem „Banana Jazz Trio“ eine ebenso kuriose wie virtuose
Formation zu erleben. Ja: zu erleben. Die Formulierung „zu hören“ wäre
zu kurz gegriffen, denn die Stuttgarter waren ,abgesehen davon, dass sie
Musik auf höchstem Niveau machten- eine quicklebendige Truppe, menschlich
und musikalisch sehr vertraut miteinander und aufgelegt zu jedem sich
bietenden kreativen Blödsinn, der bis dahin ging, dass der eine oder die
andere beim Extemporieren vor Glucksen und Kichern fast den Einsatz
verpasste. Besonders ideenreich waren in dieser Hinsicht Sängerin und
„Frontfrau“
Jeschi Paul
und Trompeter
Gerhardt Mornhinweg
, die sich im Lauf des Programms in Dialogen zwischen farbenfrohem Scat
und Trompetentönen auf wirklich heiße Duelle einließen, die
Jörn Baehr
an der Gitarre mit stoischer Ruhe und stillvergnügter Freude kunstvoll
begleitete. Eine sympathische Sache, die den ganzen Keller zum Schmunzeln
und Mitlachen brachte. Alles banane, souterrain? Nein, es herrschte kein
Chaos im historischen Gewölbe; hier waren einfach Spaß und Musik pur und
eine großartige Kommunikation zwischen
Musiker
n und Hörern.
Doch
zurück zum Thema „kurios“: Trompete, Gitarre, Gesang -das liest sich
seltsam. Aber die Mischung funktioniert ganz
pr
ächtig. Das stilistisch vielseitige Trio hat seine Stücke sehr geschickt
eingerichtet. Ein dezenter, farbiger Klang in vielen Schattierungen ist
das Ergebnis. Mornhinweg färbt bei seinem feinsinnigem Spiel nicht nur
durch den Gebrauch von Dämpfern; er gibt dem Ganzen auch durch
verschiedene Spielweisen, außerdem durch Es
pr
it und Auftreten einen eigenen Charakter.
Jeschi Paul
ist beim Singen nicht nur textlich komödiantisch begabt, sondern virtuos
im Imitieren verschiedener Instrumente in unterschiedlichen Lagen; zudem
ist sie unglaublich tonsicher -eine Eigenschaft, von der die Arrangements
an vielen bunt-dissonanten Stellen leben. Und
Jörn Baehr
kommen die Aufgaben zu, den Bass zu liefern, die Percussion zu ersetzen,
farbige Begleitakkorde zu zaubern und noch fantasievoll und temporeich
Melodien zu spielen. Aufgaben, die er verspielt, musikalisch intelligent
und sehr wendig bewältigt. Unterstützt wurde das Trio an diesem Abend
streckenweise von special guest Bernhard
Schäfer
, der auf Hi-Hat und Snare kunstvolle Rhythmen kreierte, Bewunderung aber
durch das ex
pr
essive Spiel auf dem Cajón genannten Holzkasten erregte, dessen Sound ein
ideenreich benutztes Drum Kit ersetzt.
Ein
wirklich hinreißender Abend mit hochklassigen
Musikern und ein gelungener Start in die neue Jazz-Saison.
Christian Dijkstal
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to the band |
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Jazz
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Jeschi Paul
und ihr »Banana Jazz Trio« im Jazzclub »In der Mitte«: Vom
Klassiker zur verspielten Klangkollage
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Reutlinger Generalanzeiger 2008
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Experimentierlust
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VON
JOACHIM BAIER
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REUTLINGEN.
Jeschi Paul
ist eine überaus vielseitige Sängerin. Deutschrock, geistliche
Musik, Blues, Gospel, Salsa, Chanson oder Jazz, die Stuttgarterin
ist in den verschiedensten Stil- und Spielarten zu Hause. Sie
bekennt, »ich bin verliebt in bestimmte Stimmfarben«.
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Wie
facettenreich, schillernd, dicht und elektrisierend ein kleines aber
feines Jazzensemble klingen kann, zeigte sie gemeinsam mit dem
Gitarristen
Jörn Baehr
und dem Trompeter
Gerhardt Mornhinweg im Jazzclub »In der Mitte«. Das »Banana Jazz
Trio« existiert seit 2003, neben Jazzstandards, etwa »Cheek to
Cheek«, »Blue Moon« oder »In a sentimental Mood« zählen ebenso
Sambastücke wie Rockklassiker zum Repertoire.
In seiner ungewöhnlichen Besetzung bestach das Trio am Samstag
durch ausgefallene Arrangements, Spielwitz und bot so manche Überraschung
- da war durchaus ein kleiner Schwenk ins klassische Fach drin. »Uns
graut vor nix. Beatles, Count Basie, wir nehmen das was uns gefällt
und machen was draus«, flachste Baehr ins Publikum.
Spannendes Wechselspiel
Der Gitarrist übernahm zumeist im Hintergrund aber höchst
routiniert und ideenreich die Rhythmusarbeit für Bass und
Schlagzeug gleich mit. So konnten sich
Jeschi Paul
und Mornhinweg
auf ein spannendes, expressives und nuanciertes Wechselspiel
konzentrieren. Vom frechen Scat-Gesang zur kraftvollen
Trompetenphrase, über verspielte, feine Klangkollagen, etwa beim
Klassiker »Autumn leaves«, bis zum prickelnden Samba, bewiesen die
beiden gleichermaßen Experimentierlust und Explosivität aber auch
ein sensibles Gehör für das wirkungsvolle Zusammenspiel bis in die
kleinste Lautmalerei.
Das Publikum war schnell Feuer und Flamme von dem kongenialen Trio.
Wunderbar, berührend, stimmig. Ein farbenprächtiges Klangspiel.
(GEA)
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